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Senatsangestellte Caberta hofiert skrupellosen Geldschieber

Ehrengast der Innenbehörde entpuppt sich als Schlüsselfigur in internationalem Geldwäscheskandal


W
ie kann es geschehen, daß breite Bevölkerungsschichten eines von Ölreichtum gesegneten Landes in Armut dahinvegetieren? Wie raffgierig und niederträchtig müssen Menschen sein, daß sie das Schicksal von Millionen Menschen in einem Staat der Dritten Welt vollkommen kalt läßt? Und welche Schurken müssen ihre schmutzigen Hände im Spiel haben, um ein ganzes Land auszuplündern?

Ursula Caberta (links) rollt auch für schillernde Gestalten den roten Teppich der Innenbehörde aus: Finanzhai „Bob“ Minton, wie ihn der Polizeifotograf sieht.



Auf diese Fragen hätte der US-Amerikaner Robert Minton kürzlich in Hamburg besser Auskunft geben können als zu dem Thema, für das er sich fälschlicherweise als Experte ausgibt.

Minton, der Anfang April von der Senatsangestellten Ursula Caberta von der Behörde für Inneres eingeladen wurde, ist Presseberichten zufolge eine Schlüsselfigur des größten jemals bekannt gewordenen Finanzskandals in der Welt der internationalen Geldmanipulateure.

Wenige Tage bevor Minton sich in Hamburg als „einer der engagiertesten Scientology Gegner“ aufspielen durfte, mußte er laut einem Artikel der renommierten englischen „Sunday Times“ zugeben, daß er fette Profite in zweistelliger Millionenhöhe eingestrichen hatte, als er dem früheren nigerianischen Diktator Sani Abacha ermöglichte, sein Land um sechs Milliarden (!!!) Dollar (wenigstens elf Milliarden Mark) zu erleichtern und die gigantische Summe außer Landes zu schaffen. Die Armut und die menschlichen Leiden des Großteils der 100 Millionen Nigerianer störte die Beteiligten nicht im geringsten. Stimmen mußte nur die eigene Kasse. An Scheinheiligkeit jedenfalls ist es nicht zu überbieten, wenn genau jener Minton jetzt „humanitäre Beweggründe“ für seine Hamburgreise anführt.

Verschwundene Milliarden

Minton versteht es offenbar, aus internationalen Krisen Kapital zu schlagen.

Als die Welt während des Golf-Krieges Anfang der 90er Jahre den Atem anhielt, begann die kriminelle Phantasie etlicher skrupelloser Geschäftemacher zu arbeiten. Der inzwischen nach Kanada abgetauchte Waffenhändler und Rüstungslobbyist Karlheinz Schreiber beispielsweise vermittelte die Lieferung von 36 Panzern aus Deutschland nach Saudi-Arabien und verteilte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Augsburg rund 220 Millionen Mark an Schmiergeldern, unter anderem an ehemalige CDU- und CSU-Größen, wobei gewiß bei Schreiber selbst auch ein paar Millionen hängengeblieben sind.

Für Robert Minton sind das buchstäblich „Peanuts“. Als der Golf-Krieg damals die Rohölpreise in die Höhe trieb, kam dieser Umstand auch dem westafrikanischen Land Nigeria zugute. Der Ölförderstaat wollte mit dem Geldsegen eigene Schulden zurückkaufen. Auf den ersten Blick eine durchaus lobenswerte Absicht, wenn nicht einige führende Köpfe der damaligen nigerianischen Militärdiktatur beschlossen hätten, einen Großteil der zusätzlichen Öl-Milliarden auf eigene versteckte Konten im Ausland abzuzweigen.

Zwei amerikanische Finanzjongleure mit engen Beziehungen zum nigerianischen Präsidenten General Babangida wurden eingeschaltet: Robert Minton und Jeffrey Schmidt. Um die Herkunft der Gelder zu verschleiern, benutzten sie ein verschachteltes Netz von Firmen und Scheinfirmen in Europa und Amerika – vorgeblich, weil offiziell der Schuldenrückkauf auf direktem Weg nicht möglich gewesen sei.

Die Londoner „Sunday Times“ berichtete über den Skandal bereits am 2. April 2000, vier Tage vor der Pressekonferenz der Innenbehörde mit Minton als Vorzeige-Ehrenmann. Wußte man nichts oder wollte man nichts wissen?

Erwiesen ist, daß die „Rückkäufe“ nur rund 2,5 Milliarden Dollar in Anspruch nahmen, während im fraglichen Zeitraum von 1988 bis 1993 bis zu 12 Milliarden Dollar aus den Öl-Mehreinnahmen nicht ordentlich verbucht wurden, sprich verschwunden sind. Aufgrund eigener dreijähriger Nachforschungen hat der frühere nigerianische Fußball-Star und heutige Geschäftsmann John Fashanu von den unterschlagenen Staatsgeldern sechs Milliarden Dollar auf 200 verschiedenen Konten entdeckt, vorwiegend im Ausland. Laut Fashanu hat das frühere Regime unter den Familien von Diktator Sani Abacha und General Babangida die Milliarden im Rahmen des von Minton und Schmidt eingefädelten Rückkaufsystems unterschlagen und auf eigene Konten abzweigen lassen. Minton mit seinen hervorragenden Beziehungen zu General Babangida will von all dem nichts gemerkt oder gewußt haben. Die von ihm zur Schau gestellte Ahnungslosigkeit paßt freilich überhaupt nicht zu der Tatsache, daß er selbst die verschlungenen Wege für die illegalen Transaktionen geebnet hat und als gerissener Berater in einer Betrugsaffäre unvorstellbaren Ausmaßes aktiv tätig gewesen ist. Immerhin gibt er zu, bei dem Deal „zig Millionen Dollar“ selbst eingesackt zu haben. Vermutlich aber lag sein Profit eher im Bereich von Hunderten von Millionen, auch wenn er es leugnet, solange es ihm keiner nachweisen kann.

Alle Wege führen in die Schweiz

Die neue nigerianische Regierung verlangt natürlich das unterschlagene Geld zurück, das unter anderem auf 140 Konten bei elf Banken in Genf und Zürich entdeckt worden ist. Diese Konten sind inzwischen eingefroren, eine polizeiliche Untersuchung läuft auf Hochtouren. Die schweizerischen Behörden haben in dieser Angelegenheit auch andere europäische Staaten um Amtshilfe gebeten, um Tätern und Mittätern außerhalb der Schweiz auf die Spur zu kommen. Als der internationale Geldschieber Minton kürzlich in Hamburg auf Einladung der dortigen Polizeibehörde der Presse Lügenmärchen über Scientology auftischte und sich mit Unschuldsmiene als besorgter Menschenfreund präsentierte, hätten die „Herrschaften“ von der Hamburger Innenbehörde gewiß besser daran getan, ihn nach seiner Verstrickung in die Unterschlagung der Staatsgelder aus Nigeria zu befragen.

Der schweizerische Chefermittler Bertossa (übrigens derselbe, der auch die CDU-Schwarzgeld-Konten in der Schweiz untersucht) wäre seinen norddeutschen Kollegen bestimmt dankbar gewesen, wenn sie ihm in der Person Mintons eine Schlüsselfigur in der Affäre um die verschwundenen nigerianischen Staats-Milliarden zugeführt hätten. Denn es ist nicht auszuschließen, daß Minton den Verbleib der noch nicht entdeckten Beute des im Juni 1998 verstorbenen nigerianischen Diktators Abacha kennt. Und möglicherweise befinden sich Teile der verschobenen Milliarden noch im Netzwerk von Mintons eigenem Finanzimperium.

Ursula Caberta, Leiterin der „Arbeitsgruppe Scientology“, und die Hamburger Innenbehörde hätten es besser den Franzosen nachgemacht. Minton wollte dem Vernehmen nach auch in Frankreich eine Pressekonferenz veranstalten, dort sagte man aber dankend ab, nachdem seine Verwicklungen in die beschriebenen internationalen Finanzbetrügereien bekannt wurden.

Ursula Caberta dürfte es nicht ganz leicht fallen zu erklären, wie sie solch einen Charakter auf Kosten der Steuerzahler nach Hamburg einladen konnte. Ohne Gespür für Anstand und blind für Fakten klammert sie sich an die vermeintlich letzte Hoffnung aus Übersee. Minton lieferte ihr bereits früher „Munition“ aus den USA für ihren ebenso hysterischen wie aussichtslosen Kampf gegen Scientologen. Daß Minton nie eine glaubwürdige Quelle war, wurde von ihr und der Innenbehörde bislang nicht zur Kenntnis genommen. Nach seiner jetzt bekannt gewordenen Rolle in Nigeria täte die Innenbehörde gut daran, sich von ihm ebenso wie von seinen Behauptungen gründlich zu distanzieren.

Von Politikern, die sich in derart anrüchige Verbindungen verstricken, erwartet man den Rücktritt. Im Falle Ursula Caberta erwartet man analog, daß irgendwann ihr Dienstherr sie von ihren Aufgaben entbindet, wenn sie es schon nicht selbst tut. Die „Minton-Connection“ ist da nur das letzte Glied einer langen Kette von Ausrutschern, die sich allesamt auf dem Briefkopfpapier der Hamburger Innenbehörde abspielen.


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