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VON „HEXEN“ UND HEXENJÄGERN

Das Heilmittel gegen Hysterie: Fakten

Die Hysterie

Deutschland und seine Schutzwälle christlich-abendländischer Tradition geraten ins Wanken. Ganze Armeen einer neuen Generation von „Sekten“ rennen gegen ihre Tore an. Verflossen sind die romantischen Tage, als man sie als weltabgewandte Romantiker mitleidig belächeln konnte, eingehüllt vom Duft von Räucherstäbchen und fern der rauhen Wirklichkeit. Heutzutage sitzen sie in den Schaltzentralen der Macht, getarnt mit feinen Anzügen, und nahe daran, die Weltherrschaft zu übernehmen.

So jedenfalls stellt sich die Lage der Nation dar, hört man auf „Sektenexperten“ und bestimmte Politiker.

Demnach bestünde guter Grund für jedermann, sich ernsthafte Sorgen um Leib und Leben zu machen. Wie kann man auch schon sicher sein, daß man nicht gerade in einer U-Bahn sitzt, die von einem Moslem gefahren wird – nachdem man kurz zuvor ein Brötchen verzehrt hat, das möglicherweise aus der Produktion eines Bäckers stammt, der den Zeugen Jehovas angehört! Und wer weiß, am Abend trinkt man vielleicht ein Glas Milch, die nicht von einem Katholiken, sondern von einem Scientologen pasteurisiert worden ist, während man im Fernsehen eine Show sieht, dessen Autor Das Buch Mormon gelesen hat.

Schenkt man den Propagandareden skrupelloser Politiker und den aufgeschreckten Stimmen amtskirchlicher „Sektenexperten“ Glauben, dann könnte man in der Tat in Panik geraten.

Arbeitsminister Norbert Blüm fabuliert weiter über die „Sektengefahr“, statt sich mit seiner ganzen Kraft der Krise auf dem Arbeitsmarkt zu widmen, die ihn ganz offensichtlich überfordert. Die Berliner Bundestagsabgeordnete Renate Rennebach verlangt die Berufung eines Bundessektenbeauftragten und die Beobachtung von „Sekten“ durch den Verfassungsschutz. Gleichzeitig fordern Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg den Einsatz verdeckter Ermittler.

Leute, die gerade einmal vier Tage – oder weniger – Mitglied einer Religionsgemeinschaft waren, verwandeln sich in hochbezahlte „Experten“, nachdem sie die jeweilige Gruppierung verlassen haben und bringen sogenanntes „Insiderwissen“ über Radio- und Fernsehkanäle und mit Hilfe eigener verleumderischer Publikationen unters Volk.

Gefragt sind Fakten

„Ich weiß, daß ich nichts weiß” – Sokrates

In der meist emotional aufgeladenen Diskussion über Minderheitsreligionen werden zuverlässige und belegbare Fakten benötigt. Immer wenn Religionswissenschaftler, die sich intensiv mit der Materie befaßt haben, ihre Ergebnisse präsentieren, schrumpft die künstlich erzeugte Hysterie auf etwas, das ungefähr so furchterregend ist wie ein Schneeball in der Mikrowelle.

Als Beispiel mag eine kürzlich geführte öffentliche Diskussion im Münchner Rathaus zum Thema „Sektengefahr“ dienen. Der Religionswissenschaftler Professor Hubert Seiwert, Universität Leipzig, konnte vor 400 Zuhörern mit Fakten anstelle bloßer Andeutungen aufwarten.

Meinungsumfragen zeigten, so der Professor, daß 50 Prozent der Bevölkerung, also jeder Zweite, etwas von der Hare-Krishna-Bewegung gehört haben. Mehr als 70 Prozent dieser Leute hätten eine negative Einstellung zu dieser Religionsgemeinschaft. Allerdings gäbe es in ganz Deutschland nur 200 Mitglieder dieser Bewegung. Nur ein paar Deutsche haben also jemals mit einem Hare-Krishna-Anhänger gesprochen. Daraus könne man folgern, so der Professor weiter, daß sich die negative Meinung nicht auf Fakten oder persönliche Erfahrungen stütze, sondern auf die einseitig negative Berichterstattung in den Medien.

Die „Sektenexperten“ – allen voran der Münchner evangelische Pfarrer Behnk – gerieten aus der Fassung und meinten, aufgrund dieser schlichten Beschreibung der Tatsachen, über Professor Seiwert herfallen zu müssen. Er hätte ja „keine Ahnung“, so ihr Vorwurf.

Ersichtlich ist, daß SIE diejenigen sind, die keine Ahnung haben. Sie können es nicht ertragen, daß das „große Problem“, gegen das sie mit soviel Eifer ankämpfen, mit so einfachen Mitteln auf seine wahre Dimension – nämlich Null – reduziert werden kann. Seit Jahren versuchen jene „Experten“ ihre Existenz damit zu rechtfertigen, daß sie die angebliche Gefahr durch Minderheitsreligionen frei erfinden oder tatsächliche Gegebenheiten bis zur Unkenntlichkeit aufbauschen. Denn wer in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern würde 200 friedliebende Mönche für eine solche Bedrohung halten, daß er sein schwer verdientes Steuergeld für deren Bekämpfung hergeben würde?

Teure Studie verschwindet oder: Über die Kunst, Steuergelder zu verjubeln

Hunderttausende Mark wurden im Jahre 1981 für ein von der Bundesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten verschleudert. Das Gutachten war vom Europäischen Zentrum für Soziale Wohlfahrt und Forschung in Wien erarbeitet worden. Es verschwand still und leise in einer ministeriellen Schublade, da es nicht die von den Auftraggebern erhofften Ergebnisse enthielt. Die umfassende Forschungsarbeit des Zentrums hatte nämlich festgestellt, daß ein nichtexistentes Problem mit einem enormen Kostenaufwand bekämpft worden war.

Die Wiener Wissenschaftler schlugen unter anderem vor: „Aus unserer Sicht muß eine Information über die neuen religiösen Bewegungen drei Kriterien erfüllen: Sie muß ausgewogen, sachlich und selbstkritisch sein. Ausgewogen heißt, nicht durch Anhäufung negativer und Auslassung positiver Aspekte das Bild zu verzerren, heißt, den Beobachtungen die Bedeutung zuzumessen, die ihnen innerhalb der Gruppe zukommt, und nicht jene, die in das Interpretationsschema des Beobachters passen. Es dürfen nicht einzelne Vorkommnisse als typisch hingestellt werden, bestimmten Lebensregeln nicht eine Bedeutung zugesprochen werden, die sie nicht haben, Perspektiven dürfen nicht verzerrt werden.“

Nachdem einige übereifrige Politiker bereits fest in ihren unsinnigen Ideen verhaftet waren und sich öffentlich einem festen „Aktionsplan“ verpflichtet hatten, grenzte es natürlich geradezu an Frevel, einen objektiven Standpunkt zu fordern. Während einer Diskussion in Wetzlar wurde der Repräsentant und „Sektenexperte“ der Bundesregierung, Norbert Reinke, gefragt, warum die „Wiener Studie“ niemals veröffentlicht worden sei, nachdem sie ja mit einem riesigen Aufwand an Steuergeldern produziert worden war.

Seine Antwort war eine Beleidigung für jeden Zuhörer mit Sinn für Logik und demokratischem Verständnis: Die Ergebnisse der Studie seien unbrauchbar, weil die Wissenschaftler im Rahmen ihrer Forschungsarbeit auch Mitglieder der betroffenen Gemeinschaften befragt hätten(!). Reinkes Vorurteil ist unumstößlich: „Jedermann weiß, daß Sekten eine Gefahr sind.“ Tatsachen, die das Gegenteil belegen, dürfen somit keinesfalls auch nur in Erwägung gezogen werden. Dies ist eines der immer wiederkehrenden „Argumente“ Reinkes und seinesgleichen, die – ungeachtet einer überwältigenden Beweislage zugunsten der betroffenen Gemeinschaften – ihren Lebensunterhalt weiter mit der Bekräftigung von Vorurteilen bestreiten.

Keiner von ihnen besitzt die Größe oder die Fähigkeit, Vorurteile als solche zu erkennen und zu korrigieren. Es ist offenbar leichter für sie, diejenigen anzugreifen, die ihre Unvoreingenommenheit in Frage stellen.

Diese leidvolle Erfahrung machten viele Wissenschaftler, die sich daran machten, Minderheitsreligionen mit derselben Objektivität und faktenorientierten Methodik zu untersuchen, die normalerweise bei allen Forschungsgegenständen angewendet wird.

Panikmache als Geschäft

In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 10. Juni 1995 stellt Professor Seiwert fest: „Es ist verständlich, daß in Kreisen der Sektengegner erhebliche Vorbehalte gegen religionswissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet bestehen. Gefragt ist nicht wissenschaftliches Bemühen um Sachlichkeit und Objektivität, sondern Parteilichkeit. Wer nicht nur mit ehemaligen, sondern auch mit aktiven Sektenmitgliedern spricht, ohne sie zugleich als fehlgeleitete Paranoiker zu betrachten, wird schnell der ,Sympathisantenszene’ zugerechnet. Nicht verständlich ist freilich, daß auch staatliche Stellen sich diese Vorbehalte gegen religionswissenschaftliche und sonstige empirische Forschung zu eigen gemacht haben und glauben, auf wissenschaftlichen Sachverstand verzichten zu können. . . . Es ist verhängnisvoll, wenn jede religiöse Gruppe außerhalb der Volkskirchen als ,Sekte’ bezeichnet und pauschal vor der ,Sektengefahr’ gewarnt wird. Das ist nicht Aufklärung, sondern Panikmache.“

Der Kampf gegen eine nichtexistente Gefahr

Zum „Sympathisanten“ erklärt wurde kurzerhand auch der bekannte Münchner Psychologe Georg Sieber, nachdem seine intensiven Nachforschungen Ergebnisse hervorgebracht hatten, die den Sektenjägern nicht in die vorgefaßten Pläne paßten.

Anläßlich einer Unmenge von dramatischen „Meldungen, Artikeln und Sendungen, die auf die Gefährlichkeit der neuen Religionsgemeinschaften hinwiesen“, führte Sieber im Jahre 1980 eine bundesweite Studie durch. Es sollte herausgefunden werden, ob es einen Bedarf für Beratung und Rehabilitation von sogenannten „Opfern der Jugendsekten“ gäbe.

Er wandte sich an „Sektenexperten“, sogenannte Elterninitiativen, an staatliche Stellen und an die Bundesregierung; über Presse und Rundfunk erreichte er ungefähr 20 Millionen Menschen.

Das Ergebnis war sowohl für Sieber als auch für sein Forschungsteam überraschend. Sie beschrieben es folgendermaßen: „Eine Reaktion in Form einer Anfrage, eines Hilfeersuchens oder wenigstens einer Stellungnahme konnte nicht registriert werden.“ In anderen Worten: Es gab keine Nachfrage.

Sieber zog den Schluß: „Selbst bei großzügiger Interpretation muß davon ausgegangen werden, daß Beratungsfälle nur außerordentlich selten auftreten. . . . Angesichts des Erfassungsaufwandes . . . darf das Ergebnis erfreulicherweise als undramatisch bezeichnet werden.“

Eine derart wissenschaftliche Untersuchung kann nicht mit dem abwegigen Argument zunichte gemacht werden, daß „jemand, der solche Ergebnisse erzielt, einfach ein Sympathisant ist“.

Wer auch immer ein solches Argument benutzt, versucht, der Öffentlichkeit einen nicht existierenden Notstand vorzugaukeln. Wer angesichts dieser Fakten die Hysterie weiter schürt, der will nicht aufklären, sondern eigene Interessen durchsetzen.

Ich klage an

Ich klage an: Staat, Kirche und Gesellschaft, genauer: einige Stellen und Personen, daß sie im Geiste der Hexenjäger mit mehr als fragwürdigen Methoden mißliebige ,Sekten’ zur Strecke zu bringen versuchen. Und das Volk beteiligt sich, wie es früher voll pflichtbewußtem Schauer und selbstgerechter Unduldsamkeit die Scheiterhaufen errichten half“, schrieb Konrad Löw, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bayreuth.

Ist er „nur ein weiterer Sympathisant“ oder ein Wissenschaftler, der sich ernsthaft darum bemüht, verläßliche Forschungsergebnisse zu präsentieren?

In seinem Buch Von „Hexen“ und Hexenjägern beschreibt Professor Löw die Auswirkungen seines Vorhabens, Minderheitsreligionen, im speziellen Fall die Vereinigungskirche, objektiv und unbefangen zu untersuchen. Er wurde angeprangert, und seine Verträge wurden mit widersinnigen Begründungen gekündigt. Anhand zahlreicher Beispiele demonstrierte Löw, daß keiner der selbsternannten Ankläger auch nur eine der verleumderischen Beschuldigungen gegen Mitglieder der Vereinigungskirche beweisen konnte.

Professor Seiwert gelangte zu ähnlichen Schlußfolgerungen wie Professor Löw und zahlreiche andere Fachleute nach ihren ausgiebigen Forschungen über Minderheitsreligionen: Viel Lärm um nichts.

Zu der lauthals erhobenen Forderung bestimmter Politiker, „Sekten zu verbieten“, schrieb Seiwert: „Die meisten der unzähligen neuen religiösen Bewegungen und Gruppen, die in den letzten zweihundert Jahren entstanden sind, fallen niemals in besonderer Weise auf, schon gar nicht in strafrechtlich relevanter Hinsicht. Dies ist auch in Deutschland nicht anders. Wäre es anders, müßte man erwarten, daß sich Strafverfahren gegen Sekten häufen. Dies ist aber bekanntermaßen nicht der Fall, obwohl staatliche Stellen und manche selbsternannte Sektenjäger beträchtliche Mühe darauf verwenden, kriminelle Sektenaktivitäten aufzuspüren.“

Seiwert zieht historische Parallelen zu der gegenwärtigen Hysterie: Ideen und Gruppierungen, welche die allgemein akzeptierten Werte und Ansichten hinterfragten, seien immer als Bedrohung für die bestehende Ordnung empfunden worden. Heutzutage sorgten sich Eltern keineswegs, wenn ihre Kinder die Zeit in Diskotheken verbringen und ihr Geld für Designerkleidung ausgeben. Die gleichen Eltern zeigten sich aber manchmal schockiert, wenn ihre – meist erwachsenen – Kinder anfingen, sich für höhere geistige Werte zu interessieren.

Der Religionswissenschaftler erklärte weiter, daß dieses wiederauflebende Interesse an geistigen Werten natürlich zu Konflikten führen könne. Wenn auch ungerecht, so wäre es doch nicht ungewöhnlich, daß Leute darauf mit dem Ruf nach Strafgesetzen reagierten. Schließlich seien zwei der wichtigsten Persönlichkeiten der westlichen Geschichte ebenfalls als Kriminelle hingerichtet worden: Sokrates und Jesus Christus.

Natürlich wurde bisher in Deutschland kein Mitglied irgendeiner Minderheitsreligion gezwungen, einen Giftbecher zu trinken, und es wurde auch noch niemand ans Kreuz genagelt. Doch die Zustände in der Bundesrepublik, deren Verfassung eigentlich die Religionsfreiheit garantiert, sind traurig genug: Bürger mit dem „falschen“ Gebetbuch, wie die Zeugen Jehovas, die Scientologen und andere, werden beleidigt, bespuckt, aus Vereinen und Parteien ausgeschlossen, man entläßt sie aus ihren Berufen, sie werden auf Schwarze Listen gesetzt, boykottiert und gesellschaftlich ausgegrenzt.

Die Kampagne, die eine derartige Atmosphäre verfassungswidriger Diskriminierung möglich gemacht hat, wird von den Ländern und der Bundesregierung finanziert, von den „Sektenexperten“ der Großkirchen geschürt und von unterwürfigen Medienvertretern unter das Volk gebracht. Betroffene Gruppen dürfen sich in der Regel an der öffentlichen Diskussionen nicht beteiligen, geschweige denn ihre Religion vorstellen. Seriöse Informationen werden dem Bürger gezielt vorenthalten; stattdessen füttert man ihn mit wortgewaltiger Polemik, Vorurteilen und unwahren Verallgemeinerungen. Nur so war es möglich, Voreingenommenheit zu erzeugen und die Vorurteile innerhalb der normalerweise toleranten und freiheitsliebenden deutschen Bevölkerung am Leben zu erhalten.

Die Lösung

Angesichts dieser Situation ist es die Pflicht und die Verantwortung eines jeden Bürgers, sich mit zuverlässigen und objektiven Informationen gegen Fanatiker zu „bewaffnen“. Das von diesen Fanatikern aufgebaute Feindbild ist ein exaktes Spiegelbild ihrer eigenen fanatischen Denkart und das macht sie für das friedliche Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft gefährlich.

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